Montag, 2. April 2012

Die schwarzen Juwelen [Buchreihe]

Dieses Cover schreckt ab....
Dunkelheit
          von Anne Bishop

Tja, wie schon so manche vor mir, hat mich am Anfang das Cover des Buches abgeschreckt - aber auch irgendwie angezogen. So überlegte ich jedesmal wieder, ob ich mir das Buch nun kaufen soll oder nicht. Irgendwann tat ich denn Entschluss es doch zu Kaufen und ich wurde belohnt!



Zugegeben, die ersten 80 Seiten sind, wie in jedem Fantasyroman mit einer eigenen Welt, schwerer zu lesen, da man sich ja in die neue, frei erfundene Welt einfinden muss. Allein die Unterscheidung in die drei Reiche, die wiederum in einzelne Territorien eingeteilt sind, braucht etwas Zeit zur Eingewöhnung. Weiterhin ist das Magiesystem in dieser Welt wirklich etwas einzigartiges und originelles.

Die Geschichte ansich ist sehr gut und einfach geschrieben, die Kapitel werden durch nochmaliges Unterteilen in so kurze Abschnitte eingeteilt, dass man sich denkt, man "könne immer noch eine Kapitel mehr lesen". Lange Leseabende sind damit vorprogrammiert. Aber auch durch die unvorhersehbaren Wendungen in der Geschichte kommt sowohl Spannung wie auch manchmal Gänsehaut auf - mir ist bei manchen Bildern und Vorstellungen einfach ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen.

Wohl der wichtigste Grund, diese Saga zur Nummer 1 meiner Bibliothek zu küren, sind wohl die Charaktere.
Diese sind so liebevoll ausgeführt, so verständlich und doch jeder mit seiner eigenen kleinen Perversion oder Macke ausgefeilt, dass jede Person in diesem Buch früher oder später das Herz des Lesers auf die eine oder andere Weise berührt. Allein sich einen Saetan vorzustellen, der mit der eigenen Fassung ringt und sich deswegen die Kante gibt, ist schon einmalig. Weitere komische Beispiele kommen - vor allem im ersten Band in Jaenelle's Kindheit - folgen am laufenden Band. So hat jeder meiner Freunde, der dieses Buch verschlungen hat, seine eigene Lieblingsfigur, sei es nun Daemon Sadi, Jaenelle, Saetan, Tersa oder Lucivar.

Wo die ersten Bände noch etwas ruhiger sind, Grausamkeiten und erotische Momente zwar gegeben aber keine Überhand nehmen, ist es bei den letzteren Bänden etwas härter - das ganze gipfelt im 6. Band der Saga "Nacht" - hier werden Fantasien beschrieben die teilweise wirklich Abneigung hervorrufen und selbst für einen gewohnter Leser ein harter Brocken sind.

Alles in allem ein Buch, das in keiner guten Fantasybibliothek fehlen darf, wenn man Fantasy und/oder leicht gotisch angehauchte Geschichten verfallen ist.

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