Montag, 2. April 2012

Die Tribute von Panem [Film]

Sooo, nachdem ich mir am Donnerstag diesen doch recht jungen Streifen im Kino angesehen hab will ich natürlich auch meinen Senf zu der ganzen Sache abgeben. Nachdem es sich allerdings um eine Buchverfilmung handelt, will ich hier nur auf die Machart des Ganzen eingehen - die Story bekommt ne eigene Kritik, wenn ich alle drei Bücher gelesen habe.

Schauspieler:
Die allgemeine schauspielerische Leistung ist gut aber nicht hervorragend. Trotzdem schaffen es die meisten Personen die innere Gefühlswelt sehr gut widerzuspiegeln. Dass nicht alle inneren Gedankengänge und Monologe in den Film übernommen werden konnten ist klar.




Drehbuch:
Die Geschichte des Films hält sich meist sehr genau an die Vorlage des Buches. Die Schauspieler wurden hierfür hervorragend ausgewählt und halten sich an die Beschreibungen im Buch. Auch die unterschiedlichen Schauplätze (District 12, Wald, Capitol, Arena) werden sehr gut wiedergegeben. Man merkt deutlich die Handschrift der Autorin im Drehbuch.

Kamera:
(c) by Lionsgate






Der für mich wohl einzig wirklich negative Punkt ist die in großen Teilen ziemlich hektische Kameraführung. Diese Technik wird leider unverständlicherweise in vielen neueren Filmen angewandt. Sie macht ein schönes Filmvergnügen leider oft zunichte - gerade auf einer großen Leinwand. Natürlich wird so der Versuch unternommen, oft gewalttätige Szenen zu verharmlosen. Auch spiegelt es oft die innere Hektik der Protagonisten wider allerdings muss man gerade diese Technik mit Vorsicht anwenden. Hier stellt sich für mich die Frage ob eine gewisse Kürzung der brutalsten







Szenen nicht besser gewesen wäre. Eine Aufstufung von FSK 12 auf FSK 16 finde ich nicht passend, da die Hauptzielgruppe genau dazwischen liegt.







Die hektische Kameraführung wird nur im eigentlichen Hunger Game benutzt, der Rest ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen.

Kostüme:
Diese will ich noch besonders hervorheben, da sie in einem sinnvollen Maße sehr gut benutzt wurden um Unterschiede zu verdeutlichen. Sei es der Unterschied zwischen den Menschen von District 12 zu dem Capitol, den einzelnen Tributen zueinander sowie auch der Spaltung oder dem Zusammenhang zwischen Katniss und Peeta. Die Einteilung in funktionell, ärmlich oder modisch ist leicht zu treffen. Da diese Geschichte in einer fiktiven näheren Zukunft spielt kann ich mir diese Mode gerade im Capitol auch sehr gut vorstellen (gerade wenn man sich die heutigen Modeschauen manchmal ansieht...).

Zusammenfassend kann man daher sagen, dass es sich hier um eine gelungene Buchverfilmung handelt die jedoch in manchen Teilen ihre Schwächen aufweist. Ich für meinen Teil freue mich schon auf die weiteren Verfilmungen der anderen Bücher.


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